Donnerstag, 12. Januar 2017

mein liebster lebender Autor, mehr denn je, da Umberto Eco tot ist.

mein liebster lebender Autor, mehr denn je, da Umberto Eco tot ist.

Mein Dank an Joerg Baute , ohne den ich ihn nicht entdeckt hätte.

So gut wie sonst nur Eco es konnte, erkennt auch William Gibson zwischen den Spiegelungen von Vergangenheit und Gegenwart mögliche Zukunft.

Die beschreibt er mit mit einer klaren und knappen Sprache, die an Raimond Chandler erinnert.

Seine Bilder von Zukunft sind keine Visionen, sondern Obduktionen.

Dabei sind sie in ihrem Rückbezug zur Gegenwart immer politisch.

Dass diese Grundeigenschaft des Cyberpunk, der Form der Science Fiction, die Gibson mit Philipp K. Dick, Neil Stephenson und Bruce Sterling geprägt hat, im Feuilleton immer noch geleugnet wird, ärgert mich persönlich.

Wie politisch Science Fiction sein kann, belegt nicht erst dieses Interview beispielhaft.

Aber dieser Beleg ist besonders lesenswert.

Mehr Menschen sollten mehr Geschichten von William Gibson über die Zukunft lesen, um Vergangenheit und Gegenwart endlich zu begreifen.

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Was werden die Menschen in der Zukunft über uns denken? Wahrscheinlich, dass wir selbstsüchtige Monster sind.
http://trib.al/BXCh7vX

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